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Die humanitäre Krise in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR)

Die internationale Hilfsorganisation CARE weist in ihrem jährlichen Bericht „Breaking the Silence“ auf humanitäre Krisen hin, die im vergangenen Jahr in der weltweiten Berichterstattung am wenigsten berücksichtigt wurden.

 Krisen2023 

Auf Grund der Gemeindepartnerschaft zwischen Neuhausen/Spree und Bayanga im Südwesten der ZAR möchten wir auf die humanitäre Notlage in weiten Teilen der ZAR aufmerksam machen.

CARE schreibt über die Situation in der ZAR:

 

Alphabetisierungsrate: 37,5 %
Lebenserwartung: 55,5 Jahre
Kindersterblichkeit: 9,3 %

Seit zehn Jahren bestimmt ein bewaffneter Konflikt das Leben der Menschen in der Zentralafrikanischen Republik. Wenn die Kämpfe ein Dorf erreichen, bleibt den Bewohner:innen nur, sich im hohen Gras oder im Wald vor den Konfliktparteien zu verstecken. Unzählige Familien verloren Angehörige und all ihr Hab und Gut. Auch 2023 hielten Gewalt und Unsicherheit an. Flucht, zu wenig Nahrungsmittel und Treibstoff, eingeschränkter Zugang zu Bildung und Gewalt gegen Frauen belasten das Land. Der Binnenstaat ist eines der ärmsten Länder der Welt. Zuletzt verschlechterte sich die humanitäre Situation weiter. 3,4 Millionen Menschen waren 2023 auf Hilfe und Schutz angewiesen, das entspricht mehr als der Hälfte der Bevölkerung.

 

Flucht und Rückkehr
Eine:r von fünf ist in der Zentralafrikanischen Republik intern vertrieben oder in Nachbarländer geflohen. Krisen im Sudan und im Tschad brachten neues Leid. Aus dem Sudan kehrten viele Geflüchtete zurück, dazu kamen Asylsuchende aus der Region. Zur Versorgung der Menschen fehlen in der Zentralafrikanischen Republik jedoch die Ressourcen. Steigende Lebensmittelpreise verursachen noch mehr Armut. Der Bevölkerung macht auch der akute Mangel an Nahrungsmitteln zu schaffen, während hohe Treibstoffpreise die Mobilität und den Zugang zu lebenswichtigen Dienstleistungen erschweren.

 

Nur 3,8 Jahre Schule für Mädchen
Mit durchschnittlich sechs Geburten pro Frau hat die Zentralafrikanische Republik eine der höchsten Geburtenraten der Welt. Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren ist die sechsthöchste weltweit (116 pro 1.000 Kinder). Nur 55 Prozent der Kinder beenden die Grundschule. Besonders besorgniserregend ist der eingeschränkte Zugang zu Bildung für Mädchen. Die Schulzeit beträgt zumeist 5,3 Jahre für Jungen und nur 3,8 Jahre für Mädchen.
Die Zentralafrikanische Republik liegt bei der Gleichstellung der Geschlechter weit zurück – auf Platz 188 von 191 Plätzen. Weit verbreitete Gewalt gegen Frauen verhindert ihre volle Teilhabe am sozialen und wirtschaftlichen Leben. Im ersten Quartal 2023 wurden fast 5.000 Fälle von Gewalt gegen Frauen und Mädchen gemeldet. Das bedeutet, dass alle 30 Minuten eine Frau oder ein Mädchen Gewalt erfahren.

 

Quelle: Breaking the Silence. Zehn humanitäre Krisen, die 2023 keine Schlagzeilen machten. CARE Deutschland e.V.
 

Den gesamten Bericht finden Sie hier.

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Veröffentlichung

Neuhausen/Spree

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